Unseren letzten wirklichen Tag haben wir sehr ruhig angehen lassen. Begonnen haben wir wiedermal mit einem amerikanischen Frühstück, aber ich bestellte dieses Mal eine kleinere Portion! Am Tisch nebenan saß eine Familie, die sich auch ein “normales” Breakfast bestellte: T-Bone Steaks mit 2 Rühreiern, Pancakes und natürlich Kaffee. Dazu lasen sie gemütlich ihre Morgenzeitung. Mnjam.
Danach sind wir noch in ein sehr großes Outlet-Center einkaufen gefahren.
Zum Abschluss noch über Malibu nach Hause wobei wir hier wiederum ordentlich im Stau gestanden sind. An einem Samstag. Diese Stadt ist wirklich unmöglich!
Jetzt sind wir gerade dabei, unsere Sachen zu sortieren und zu hoffen und bangen, dass wir alles in die Koffer bekommen!
Drückt uns die Daumen ;)
Das war’s auch schon für diesen Blog, denn morgen ist nur noch ein wenig Zeit vertreiben und schließlich der Heimweg am Programm.
Danke an unsere fleißigen Kommentar-Schreiberlinge:
Marion und Ami haben jeweils die meisten abgegeben, nämlich 19. Bussi!
Das war’s auch schon von der Statistik, wir haben uns natürlich über jeden Eintrag gefreut! :)
Heute ging’s ab nach Hollywood. Mit dem Auto zum Park&Ride (wow, das gibt’s hier sogar) und mit der Metro Rail direkt zum Hollywood Boulevard – Walk of Fame. Dort spielte es sich ab: Touristen überall!
Weiterkommen war relativ schlecht möglich, also sprangen wir bald auf einen Bus in Richtung Rodeo Drive. Diesen spazierten wir runter. Die teuersten Shops links und rechts – nur selten traute sich ein Preis in die Auslage.
Am Ende dieser Flaniermeile stießen wir auf die “spanish steps”.
Um gleich danach von Paparazzi halb umgerempelt zu werden – denn auf der Straßenseite dürfte jemand berühmter gespeist haben.
Links im Bild ein Paparazzo. Auf wen genau gezielt wurde, haben wir nicht rausgefunden. (Vielleicht erkennt ihr ja irgendjemanden auf dem Foto?)
Als wir die Gegend auch erkundet hatten, begaben wir uns zum Bus in Richtung Santa Monica. Zu einem sogenannten “Metro Rapid”.
Tja nur was daran “rapid” ist, haben wir nicht rausgefunden, denn bis wir schließlich am Strand waren, sind geschlagene 1,5 Stunden vergangen. Uff.
Dort war es dann relativ kühl, jedenfalls zu frisch um ins Wasser zu gehen.
Also sind wir ein bisschen dort und auf dem Santa Monica Pier spazieren gegangen, der einen Jahrmarkt beherbergt. Außerdem gibt es da eine der sehr raren Fußgängerzonen in ganz LA.
Und dann begaben wir uns auch schon wieder zum Walk of Fame zurück, denn wir brauchten ja wieder 1,5 Stunden. Hier haben wir uns noch etwas gestärkt und sind dann – wir hatten schon genug von den öffentlichen und generell dem Verkehr in dieser Stadt – wieder zurück ins Hotel gefahren.
So begann der heutige Tag:
Für Thomas 2 Pancakes mit Passionsfruchtcreme-Füllung und Erdbeeeren plus einem Hash Brownie (=Erdäpfelpuffer), Rührei und Speck. Für mich mit 4 Heidelbeer-Pancakes mit Sauce und Whip Cream. Als ich das bestellte, fragte mich der Kellner, was ich denn noch dazu haben möchte. Man kann doch schließlich nicht von dieser kleinen Portion satt werden.. ahja und ich hab sie nicht mal annähernd aufessen können.. ;)
Mehr als nur gut gestärkt, besser gesagt vor lauter Überfülle wankend sind wir dann bei der Ronald Reagan Presidential Library angekommen. (Wir wollten uns ja schon eigentlich so einen Rollstuhl ausborgen.. hihi)
Wir krallten uns beide einen Audio-Guide und sind insgesamt 3,5 Stunden durch’s Museum spaziert. Dabei haben wir viel über Ronald Reagan und seine Präsidentschaft gelernt und ihn schließlich auch noch besucht (er ist ja schließlich dort auch beerdigt).
Im Museum hing eine sehr interessante Weltkarte von 1950 – aus der Sicht der Amerikaner, auf welcher Österreich im Bezug auf die Dominanz des Kommunismus mit Ost-Deutschland gleichgestellt wurde.
Achtung, die Karte steht am Kopf und ist ziemlich verzerrt, man sieht nur die Nordhalbkugel. Sieht etwas verrückt aus.
Außerdem hatten wir die tolle Möglichkeit die schon ausgemusterte Air Force One zu sehen und zu betreten.
Leider aber durfte man drinnen keine Fotos machen.
Dafür aber im Oval Office, auch wenn man sich nicht an den Schreibtisch setzen durfte *mpf*
Danach sind wir noch ein wenig mit dem Auto durch Los Angeles gefahren, da es für den Strand doch schon etwas zu spät war (und es an der Küste nur noch 21 Grad hatte). Wir haben uns durch die Villenviertel von Beverly Hills und Brentwood geschlängelt und waren ob der riesigen Herrschaftshäuser ganz baff. Immer wieder sieht man einen Mexikaner dort am Straßenrand hucken, der einem “Star Maps” andrehen will – also ganz tolle und “competitively priced” Karten von der Umgebung um herauszufinden, wo welche Berühmtheit wohnt.
Morgen werden wir uns mal mit den Öffentlichen in die Stadt wagen – mal sehn, was das wird ;)
Gut ich muss euch gleich im Vorhinein enttäuschen: Videos gibt es keine von den Achterbahnen!
Das war sowieso meine Premiere was diese Dinger angeht und dann auch noch eine Kamera zu halten wäre über meine Belastungsgrenze hinausgegangen ;)
Ich beschreibe sie lieber kurz in Textform bzw gibt es von jedem Rollercoaster ein Video auf YouTube zum Nach”fühlen” zu finden.
Die erste Achterbahn, zu der mich Thomas geschleppt hat, hieß “Tatsu” – “(die) hat zu?”, fragte ich ihn als er mir diese vorschlug. Naja, ich war sehr skeptisch. Hier wird man in ein Gestell geschnallt, das einen dann in zum Boden hängender und schauender Liege-Stellung parallel zur Bahn hält. Anfangs wird man ja noch langsam emporgezogen und an der höchsten Stelle ein bisschen hängen gelassen, was nicht unbedingt bequem ist. Als wir da oben hingen und ich mir meiner Lage bewusst wurde, denn ich sah wohin der Weg führte (in den Abgrund) verfluchte ich meinen lieben Thomas ein wenig (laut), denn was hatte ich mir da eingebrockt! Das sah man dann auch auf dem tollen Foto, das von uns während der Fahrt gemacht wurde: Thomas mit lachendem Gesicht und schreiend – Milli Zähne zusammenbeißend und äußerst kritisch/verkrampft im Sitz steckend. Gekauft haben wir das nicht. ;)
Hier ein Video von der Achterbahn:
Besonders zu beachten hier das negative Looping (ab Sekunde 41 ein paar Sekunden), welches einem das Blut in den Kopf schießen lässt (normal wird man in den Sitz gedrückt und somit Blut in die Beine – hier also genau umgekehrt)
Im Endeffekt war das ganze gar nicht so schlimm und schließlich war ich diejenige, die bestimmte, womit wir als nächstes fahren, wenngleich Thomas auch viele der Vorschläge verneinte – vielleicht wurde ich ja doch etwas übermütig.
Bei einer Achterbahn allerdings hatten wir ein witziges Erlebnis, denn hinter uns saß ein junger Vater mit seinem so zirka 6 Jahre alten Sohn, welcher zum ersten Mal fuhr. Etwas zögerlich saß der Kleine in seinem Sitz und richtig hilfreich waren die Aufmunterungen des Vaters nicht. “Oh, there’s just a 270 feet drop right in the beginning – it’s not that bad!”. Nach den eineinhalb Minuten Rumgeschleudere schließlich wieder im “sicheren Hafen” angekommen, galt unser erster Blick zurück auf den Buben hinter uns. Kreidebleich saß er da und sein Vater erklärte, er habe während der Fahrt den Kopf seines Sohnes immer in die richtige Lage – zurück nach vorne bringen müssen, damit er auch ja nichts verpasse. “Do you need to puke?”, war die kommende Fragestellung an seinen Sohn und wir konnten nicht anders als in uns hineinzulachen.
Es war relativ heiß in dem Park und so suchten wir immer wieder Abkühlung in einem von den mehreren Wasser-Rides, die es gab. Hier wurden wir immer ordentlich nass, aber das hielt eigentlich nicht lange an durch die Hitze und den warmen Wind der dort herrschte. Lustig war’s jedenfalls! ;)
Wir verbrachten den ganzen Tag dort und kamen dann ins Hotel, wo wir die Filmcrew zwar nicht mehr beim Arbeiten sehen konnten, aber immerhin noch ein paar Blicke auf die Requisiten werfen konnten. Allein ein Trailer voll mit Kostümen, mehreren aufgebauten Buffets und jede Menge “Regisseur”(usw)-Klappstühle. Inzwischen wissen wir auch schon, wofür da gedreht wird, nämlich für eine TV Serie, die “The Cleaner” heißt. Na sehr interessant.
Der heutige Tag gestaltete sich relativ ereignislos.
In der Früh packten wir unsere Sachen und fuhren noch in die nahe gelegene Mall um noch ein bisschen zu bummeln.
Thomas kaufte sogar fleißig ein:
Was ist denn das, fragt ihr euch?
Einerseits eine Stielkasserolle – ja wirklich, aber eine spezielle und ich poste hier nur den Link, auch wenn Thomas da sicher gerne mehr dazu sagen würde: All Clad Metalcrafters
Und superleichte Laufschuhe von Nike, die es in Europa noch gar nicht gibt.
Mit einem daher über beide Ohren strahlenden Thomas sind wir schließlich noch ein wenig den Highway One entlang gen Norden gefahren. Unter anderem durch La Jolla durch – das Monaco der Westküste, zumindest teilweise. Denn plötzlich tat sich hier – nach lauter normalen Häusern – eine feine, noble Gegend auf und nur noch teure Wägen sichteten wir. Das änderte sich aber genauso schnell wieder, wie es aufgetaucht war.
Je näher wir Los Angeles kamen, desto mehr wurde auch der Verkehr und schließlich standen wir mehr oder weniger wieder ein bisschen im Stau. Alles in allem verloren wir aber nicht viel Zeit und kamen endlich in unserem Hotel an.
Am Parkplatz bot sich uns ein interessantes Bild: jede Menge Busse, Trailer und Trucks standen herum.
Tja, wir sind in Hollywood denn hier wurde oder besser gesagt wird immer noch gefilmt, super.
Naja wir genossen jedenfalls noch den hoteleigenen Pool (olympic size) und das war’s auch schon wieder!
Morgen geht’s in den Six Flags Magic Mountain Achterbahn Park.
Heute ging’s ab in die Sea World San Diego. Unsere Tickets bezogen wir noch günstig direkt an der Rezeption unseres Motels und dann ging’s ab in Richtung Old Town Transit Station, denn wir fuhren öffentlich hin um uns die 15 Dollar Parking fee zu ersparen. Die Busse, die hier so rumfahren sind etwas anders als in Österreich. Allein schon die Busfahrer. Jede Station sagte er persönlich an, allerdings immer mit zusätzlichen, überschwänglichen Infos welche Fast Food Restaurants sich dort in der Nähe befanden (ja er war ein etwas gut genährter Mensch.. hihi).
Schließlich kamen wir in Sea World an und durften uns zunächst den Kontrollen am Eingang stellen. Danach versuchten wir als Erstes festzustellen, wo die Show der Killerwale statt findet, damit wir in der Nähe blieben, denn die fing bald an. Sogleich stießen wir auf ein Becken, wo schon ein Orca herumschwomm. “Dinner with Shamu” (Shamu ist der “Stagename” aller Killerwale die sie haben) gab es da und man konnte dort direkt am Wasser sitzen und speisen während man von einem Trainer das Können eines Orcas vorgeführt bekam. Das haben wir allerdings nicht in Anspruch genommen, sind noch ein bisschen die Gegend erkunden gegangen und schließlich früh, damit wir einen guten Platz ergattern, ins Orca-Stadion spaziert.
Hier saßen wir neben – man mag es kaum glauben – Österreichern. Naja jedenfalls begann die Show und es war einfach toll!
Danach sind wir weiter, um uns die Seelöwen-Show zu geben. Diese verblasste etwas unter dem zuvor gesehenen, nichtsdestotrotz war’s aber super und witzig:
Nach ein paar Besuchen in diversen Aquarien und Ausstellungen innerhalb der Sea World stand die Delphin-Show auf dem Programm:
Schließlich sahen wir noch den Cirque del Mar, wo unter anderem starke Männer zeigten, was sie konnten
Ein richtiger Zirkus eben – nur um und im Wasser.
Tja und danach war der Tag eh schon fast vorbei, daher beschlossen wir uns den Shamu nochmal anzusehen, weil’s so toll war und siehe da, das “Display” änderte sich sogar etwas. Sprich andere Wale, bisschen andere Kunststückchen aber prinzipiell das gleiche. Wiederum sehr beeindruckend.
Nachdem wir noch ein bisschen Geld im Shamu Souvenir-Shop gelassen haben, sind wir dann auch schon auf nach San Diego Downtown – Gaslamp Quarter.
Hier gab es doch tatsächlich einen Schokolade-Shop, der Eis mit allen möglichen Raffinessen anbot – da wurde ich schwach ;)
Aber nicht nur Delikatessen süßer Art boten sich uns hier entlang der Fifth Avenue, sondern auch jede Menge netter Restaurants. Eine kleine Gourmet-Meile also.. mmhm!
Ja und das war’s dann eh schon wieder von diesem Tag!
Heute genossen wir das wirklich gute Frühstück in unserem Motel mit u.a. selbst gemachten Waffeln.
Dann begaben wir uns auf den Weg zum San Diego Zoo. Leider nur untertags, lieber Jürgen, denn diese Nachtführungen sind nicht nur relativ teuer sondern lange im Vorhinein ausgebucht.
Der San Diego Zoo jedenfalls ist ein Erlebnis. Allein um zumindest so gut wie alle Gehege inklusive 2 Shows gesehen zu haben benötigten wir knappe 8 Stunden.
Wir sahen wirklich viel: angefangen von Baby-Koalabären
über witzige Erdmännchen
bis hin zu Eulen .
Apropos Eulen bzw Vögel. Die erste Show, die wir besuchten, war eine Adler-Flugshow. Hier stellten die Tiertrainer viele ihrer Adler, Eulen und anderer witziger Vögel und deren Können vor. Die Adler und Eulen flogen ganz dicht am Publikum vorbei und sie zeigten einen Papagei, der nicht nur sprechen, sondern auch “Old Mac Donald had a farm” singen konnte. Das beste allerdings war eine Krähe, der sie beibrachten Geld einzusammeln. Recht praktisch, denn so hatten sie einen super Anreiz geschaffen, Spenden für ihre Organisation einzuheimsen. Wir machten zwar davon ein Video, leider funktioniert der Upload aber mit dem restriktiven Motel-Free-W-Lan nicht, darum kriegt ihr hier zumindest mal ein Foto von diesem witzigen Tier in Action:
Die zweite Show die wir uns zum Schluss unseres Aufenthaltes gaben, war eigentlich eine Sea-Lion-Show. Doch zuerst warteten die Trainer wiedermal mit den Flugkünsten ihrer Eulen und Papageienschützlinge auf. Darunter auch die Blue Angels! .. ;) naja fast.
Diese flogen doch tatsächlich im perfekten Formationsflug 3 Runden über unsere Köpfe hinweg!
Schließlich zeigten sich doch noch 2 kalifornische Sea Lions, die so einiges drauf hatten:
Zwischendurch sind wir durch den ganzen Zoo gelatscht. Und das ist doch ziemlich weit. Als wir noch im Sequoia National Park auf dem Moro Rock auf einen überkommunikativen deutschen Touristen stießen (Lazi, fühl dich nicht angesprochen ;) ), erklärte uns dieser wir müssten uns unbedingt ein Bus-Ticket nehmen, sonst latschen wir uns die Füße ab. Verwundert über diese Mitteilung – “wie bitte, Busse in einem Zoo?” – sahen wir heute schließlich, was er meinte. 3 Arten von Bussen ringeln sich auch praktisch durch den ganzen Zoo –
diese, die überall stehen bleiben und von dort aus versuchen, den Passagieren einen Blick auf die Tiere zu geben,
die Express-Busse, die nur an den wichtigsten Stellen stehen bleiben und natürlich
VIP – fast schon “Golf”-Karts, für diejenigen, die wiedermal etwas mehr wollen.
Ach und natürlich, wenn man schon etwas zu dick zum Gehen ist oder einfach nur faul, gibt es immer noch die Option, sich einen Rollstuhl auszuborgen(!). Tatsächlich sahen wir einige, die sich wie durch ein Wunder plötzlich aus ihren Rollstühlen erhoben und wenn auch nur kurz aber immerhin herumspazierten. Da fühlte man fast ein inneres Bedrängnis, sich voller Freude vor diese Leute zu stellen und auszurufen “It’s a miracle! You can walk!” … ;)
.. das haben wir aber dann doch lieber gelassen.
Heute standen wir mehr oder weniger erholt auf (eigentlich weniger) und packten langsam unsere Sachen. Zu einem weiteren Festmahl – Sandwiches mit Peanut-Butter und Jelly – konnten wir uns wirklich nicht mehr überreden. Das billige Lidl-Zelt hat für die paar Tage einen guten Dienst erwiesen, ein paar Stangen haben allerdings bereits aufgegeben und waren geknickt. Noch dazu kam, dass es durch den Waldboden im Campground derart dreckig war, sodass wir uns noch an Ort und Stelle von ihm trennten. Nachdem wir uns von unseren Nachbarn verabschiedeten, begaben wir uns auf die 6-einhalb stündige Reise nach San Diego.
Bis wir allerdings überhaupt aus dem National Park in südlicher Richtung draußen waren, verging mehr als eine Stunde. Immerhin konnten wir so auch noch einen Blick auf den Moro Rock erhaschen:
Eine Straße mit vielen Serpentinen und Kurven hatten wir praktisch für uns denn alle restlichen wollten in die entgegengesetzte Richtung und standen dafür auch sicher gut eine Stunde an der Nationalparksgrenze an.
Raus aus dem Park gestaltete sich zunächst das landschaftliche Erscheinungsbild auch durchaus interessant. Die “Three Rivers” kamen hier zusammen und wir ringelten uns um einige Seen herum:
Es wurde allerdings wieder öder und flacher um erst wieder kurz vor Los Angeles mit Bergen und weiteren Seen aufzuwarten. Durch Los Angeles durch brauchten wir trotz Samstag und eigentlich fehlender Rush Hour geschlagene eineinhalb Stunden.
Schließlich kamen wir in unserem netten kleinen Motel im Stadtteil Old Town an. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, machten wir uns in die Old Town selbst auf um nach 3 Tagen Sandwiches etwas GSCHEIT’S zum Essen zu suchen. Und siehe da: eine kleine mexikanische Stadt tat sich hier auf. Wirklich nett. Gefunden haben wir auch ein tolles mexikanisches Restaurant, in dem wir uns so vollgefressen haben (typisch sättigendes, mexikanisches Essen eben..), dass wir nun mit vollen Bäuchen faul in unserem Zimmer rumliegen und nebenbei kontrollieren, wie es Thomas Schwester Bea beim Ironman in Zürich geht (auch typisch oder? *g*). Falls es noch jemanden interessiert: http://ironman.com/events/ironman/switzerland?show=tracker. Ihre “BIB”-Nummer ist 411.
Die Nacht auf den heutigen Tag haben wir schon besser verbracht als die letzte, nichtsdestotrotz konnte ich mich für diese Art von Übernachtung noch nicht ganz erwärmen (im wahrsten Sinne des Wortes!). Wir genossen, wie auch wiederum am Vorabend, unsere Sandwiches mit Peanutbutter und Jelly (Ja Marion, du hast schon recht – PRINZIPIELL ist es etwas Leckeres).
Langsam und gemütlich ging es dann in Richtung Moro Rock. Ein Felsen, den man nicht beklettern muss, sondern gemütlich über 400 Stufen (ächz!) besteigt und von dem man aus schließlich und nach der ganzen Anstrengung mit einem tollen Blick über einen großen Teil des Nationalparks belohnt wird. Man sieht unter anderem sehr schön das “Great Western Divide” – eine Bergkette mit 3000ern hinter der sich der Mount Whitney versteckt.
Nachdem wir den ganzen Weg wieder runtergestiegen sind fuhren wir ins Crescent Meadow, wo es neben Sequioas auch jede Menge Lichtungen gab, die im Hochsommer in voller Blüte stehen. Naja nur leider im Hochsommer und so sahen wir nur hier und da ein paar witzige Blumen, die man in Mitteleuropa normal nicht zu Gesicht bekommt, aber war trotzdem nett.
Auf dem Weg dorthin hatten wir unsere einzige Bären-Sichtung. Ein kleiner Braunbär, der allerdings nichts von Modeln für die Kamera hielt. So seht ihr hier also nicht seine Schokoladenseite:
(da bitteschön, Marion…!! ;) )
Achja, im Gegensatz zu der Umgebung rund um den General Sherman Tree durfte man hier Bäume sogar knuddeln:
Nachdem wir genug gewandert waren, fuhren wir zum Zelt zurück um noch gemütlich ein bisschen in der Sonne zu lesen und danach unser Abendessen, Peanut-Jelly-Sandwiches (dieses Mal aber wenigstens auch mit etwas Salami und Käse) einzunehmen.
Als es dunkel wurde, wurden wir von unseren direkten Nachbarn – einem brasilianisch/ungarischen Ehepaar ans Feuer eingeladen. Ebenfalls ein älteres Ehepaar das kurz vor der Pensionierung steht und sich schon an diese baldige Zukunft gewöhnt – mittels viel Urlaub. Da blieben wir sogar richtig lange und so konnten wir – vom Feuer aufgewärmt – spät in unser gemütliches Bett fallen. …
Die erste Nacht in unserem Zelt am Campground haben wir.. .. überlebt. Es hatte statt unserer “geplanten” 15 Grad, wundervolle 5 Grad. Celsius wohlgemerkt, das macht es aber nicht weniger schlimm! In unseren Seidenschlafsäcken, die noch von den Plänen im Death Valley zu campen herrührten, froren wir uns – gelinde gesagt – unseren Allerwertesten ab! Unerbitterlich kalt wurde es schon relativ als die Sonne unterging und das besserte sich keineswegs bis sie wieder auftauchte. Das tat sie allerdings dank der Berge auch etwa erst so um 8 Uhr herum. BRRRRR!!!
Wie Eiszapfen standen wir auf und genossen unser super-extended continental Frühstück (das gleiche wie das Abendessen am Vortag): Sandwiches mit Peanut-Butter und Jelly.
Ein Camping-Nachbar kam des Weges (er seinerseits “campte” mit seiner Frau in einem Wohnmobil-Anhänger) und wunderte sich, wie man in so einem kleinen Zelt denn nur zu zweit Platz fände.
Ja Platz war ja genug…
Naja um uns etwas in Bewegung zu bringen, stiegen wir ins Auto (ja klar..) und fuhren zum nächsten Visitor Center, wo wir Tickets für die Crystal Cave besorgten. Wir brauchten mit dem Auto von dort dann noch eine Stunde bis wir beim Parkplatz dieser Sehenswürdigkeit überhaupt ankamen und dann noch so 20 Minuten bis wir den Weg ins “Tal” (auf ~1300 Höhenmeter) wo sich die Höhle befand runterstiegen. Eine 50-minütige Führung sollte es schließlich werden mit einer fast schon zu lustigen Höhlenforscherin.
Wir sahen alles in allem die zugänglichsten Teile der Höhle – inklusive dem “Fat Man’s Misery” – hihihi. Habe ich leider nicht fotografiert, da es wie der Name schon verlautbaren lässt, sehr eng war, aber einige Amerikaner der Gruppe haben sich da schon etwas durchgeplagt..
Als wir nach der Führung wieder den ganzen Weg rauferklommen haben, beschlossen wir am Rückweg den Giant Forest anzusehen und sogleich auch dem General einen Besuch abzustatten.
Er mag zwar nicht der höchste oder breiteste Baum der Welt sein, dafür hat er allerdings das größte Volumen und das sieht man ihm schon an. Der General Sherman Tree lebt zwar auch nicht mehr ganz – der oberste Teil ist laut National Park Service bereits abgestorben, er wird also nicht höher als seine 83 Meter, aber nichtsdestotrotz wächst er aber jedes Jahr ein paar Inches in die Breite weiter.
Wir wanderten dann noch den Congress Trail entlang, der uns an weiteren Riesen-Sequoias wie “The President” und “The Senate” vorbeiführte. Allerdings gab es am Weg auch weitere große Sequioas, sehr viele zu einem großen Teil verbrannt und trotzdem fröhlich weiterwachsend und auch viele umgefallene zu bewundern.
Sollte der eine oder andere mal auf einen Trail – sprich Wanderweg – heruntergekracht sein, schneidet man einfach so viel raus, dass die Leute wieder irgendwie vorbeikommen. Den Rest soll die Natur übernehmen ;)
Nachdem wir genug gewandert waren, brachen wir wieder zurück zum Campingplatz auf. Dort lernten wir unsere Nachbarn aus dem Wohnanhänger kennen. Nette ältere Leute aus Arizona, mit denen wir echt ne Gaude hatten.
Gemeinsam warteten wir noch auf den Bären, denn in den letzten 2 Tagen hatte er sich laut anderen Campingplatzbewohnern immer bei Dämmerung gezeigt und sei über den ganzen Platz stolziert als ob er da der Hausherr wäre. Gezeigt hat er sich uns allerdings leider nicht.
Achja nicht zu vergessen, dass wir uns auf dem Rückweg natürlich auch FLIESSCHLAFSÄCKE besorgten – die Nacht konnte also kommen!